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Monegassisch: Italienischer Dialekt im französischen Sprachgebiet

Von admin | 5.August 2009

Im von Frankreich umgebenen sprechen die , einen zur italienischen zählenden .  In Monaco wird mit Monegassisch ein zum ligurischen Sprachstamm gehöriger romanischer gesprochen, der rein gar nichts mit dem Monaco umgebenden französischen Sprachgebiet zu tun hat, dafür jedoch umso mehr mit der Sprache der italienischen Nachbarregion Ligurien. Mit dem im nordöstlich von Monaco gelegenen Genua gesprochenen italienischen Genuesisch hat Monegassisch sogar eine ganze Reihe von Wörtern gemeinsam.

Französisch ist Amtsprache

Die monegassische Sprache wird nur noch von den wenigen in Monaco lebenden Einheimischen gesprochen, die mit einer Zahl von gut 7600 Personen (2004) etwa 16 Prozent der Gesamtbevölkerung des Stadtstaates ausmachen. Daneben leben außerdem etwa 16 Prozent Italiener, 47 Prozent Franzosen und Angehörige von 125 weiteren Nationen in der Stadt, die die restlichen 21 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Offizielle Amtssprache ist der monegassische Dialekt in Monaco allerdings nicht. Dieses Vorrecht ist allein der französischen Sprache vorbehalten.

Die monegassische Sprache ist ein Schulfach

In den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts drohte die Sprache der Einheimischen ganz auszusterben, weshalb sie daraufhin durch die Fürstenfamilie zum offiziellen Schulfach in Monaco erklärt wurde. Mittlerweile sprechen dadurch auch wieder viele der jungen Einwohner Monegassisch, so dass der Spracherhalt heute als gesichert gilt. Sogar das Abitur kann man in dem Stadtstadt an der Cote d’Azur in der Sprache der Einheimischen ablegen.

Straßenschilder in zwei Sprachen

Im alten Stadtkern von Monaco sind als Hinweis auf die Zweisprachigkeit des kleinen Staates sämtliche Straßenschilder mit Beschriftungen auf Französisch und Monegassisch versehen. Die monegassische Bezeichnung „carrùgiu“ steht dort beispielsweise für „Straße“ und mit dem Wort „geija“ ist an entsprechender Stelle eine „Kirche“ gemeint.

Beispiele der monegassischen Sprache

Werden Sie als Frau einmal in „munegu“ („Monaco“) auf der Straße von einem männlichen Einheimischen als „scià“ („Frau“) bezeichnet, so sollten Sie ihm wegen Unkenntnis der Sprache nicht sofort den Ausdruck „babulu“ („Dummkopf“) an den Kopf werfen. Er könnte darauf ungehalten reagieren und Sie als stacheligen „zenzin“ („Seeigel“) bezeichnen. Lediglich, wenn ein Mann Sie als „bugata“ („Puppe“) bezeichnet, können Sie ruhig schon einmal „sclaratu“ („Radau machen“).

Tipp

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Topics: Monaco | Kein Kommentar »

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